Auswahl des Auktionators
Wann ist ein klassischer Auktionator einem Online-Auktionator
vorzuziehen?
Bei wertvollen und teuren Objekten (z.B. 1000 EUR und mehr) ist die
Einlieferung bei einem herkömmlichen Auktionator zu überlegen, da diese
das Objekt auch fachkundig einschätzen und präsentieren können und es
dann gezielt den passenden und zahlungskräftigen Publikum anbieten
können.
Das ist besonders wichtig, wenn Sie mit dem Gebiet ihres Objektes
nicht so erfahren sind. Sie müssen sich dann auch nicht um das Eintreiben
des Geldes und den Versand zum Käufer kümmern.
Dieses mehr an Service bezahlen Sie aber dann mit höheren Gebühren
(meist um die 15 - 17 % vom Endpreis) und mit längerem Warten auf Ihr
Geld. Auktionatoren zahlen dieses meist 4-6 Wochen nach der Versteigerung
aus. Da Sie schon meist 4 Wochen vorher einliefern müssen kommen schnell
8 und mehr Wochen zusammen.
Bei welchem Online-Auktionator soll ich einliefern?
Dieser erste Schritt ist wohl einer der schwersten Schritte. Ein große
Auswahl von Auktionshäusern finden Sie bei sammler.com unter der
Rubrik Links (dort sind
auch klassische Auktionshäuser aufgeführt).
Am besten schauen Sie dort erst einmal nach, ob ähnliche Lose wie Sie sie
anbieten möchten, gerade versteigert werden und was für Preise diese
erzielen. Sollten da dann weit und breit keine Gebote vorliegen bzw. nur
wenig erzielt werden, sollten Sie diesen Auktionator meiden, wenn
vielleicht auch die Gebühren geringer sind als bei einem anderen.
Als nächstes sollten Sie natürlich auch die Gebühren vergleichen, die
doch recht unterschiedlich sind. Außerdem sollten Sie die
Einlieferungsbedingungen studieren.
Soll ich gleich loslegen oder erst ein paar Testlose einliefern?
Bevor Sie so richtig mit Ihren Losen loslegen sollten Sie, wenn
möglich, erst einmal Erfahrung mit ein paar Kleinlosen sammeln.
Dies bietet sich besonders bei so Kleinsammelobjekten wie z.B.
Briefmarken, Münzen, Ü-Eier usw. an.
Dabei können Sie auch gleich mehrere Auktionshäuser austesten. Wenn Sie
z.B. Auktionator A und B in die engere Auswahl gezogen haben, dann liefern
Sie doch mal bei beiden ähnliche Lose ein und gucken, wo es besser läuft.
Außerdem erhalten Sie Bewertungen von den Käufern, nachdem Sie die Lose
ausgeliefert haben.
Wenn Sie schon einige positive Bewertungen haben, sind Sie dann bei den
Großlosen "vertrauenswürdiger".
Zusätzlich lernen Sie Kunden kennen, die später evt. auch bei einem
Großlos mitsteigern, wenn Sie das ihnen zuvor bekannt geben.
Die Einlieferung
Die Kategorie
Sie müssen Ihr Objekt einer Kategorie zuordnen. Es ist bei
großen Auktionshäusern, die praktisch alles anbieten, oft gar nicht so
einfach die richtige Kategorie zu finden. Überprüfen Sie am besten, wo
andere ähnliche Objekte in welche Kategorien eingeliefert haben.
Dabei hilft meist die Suchfunktion. Suchen Sie nach Ihren Objekt.
Wenn Sie z.B. eine 5 Reichsmarkmünze Hindenburg einliefern möchten,
suchen Sie zuerst mit der Suchfunktionen nach Anbietern dieser Münze.
Wenn Sie welche gefunden haben klicken Sie diese Lose an und schon sehen
Sie meist auch die zugehörige Kategorie wie z.B. "Münzen Drittes
Reich".
Die Überschrift
Sie sollten eine informative, kurze, prägnante und lockende
Überschrift wählen. Denken Sie dabei dran, dass es praktisch bei jedem
Auktionator eine Suchfunktion gibt die speziell auf die Überschriften
zugreift. Also sollte diese so gewählt werden, dass evt. Interessenten
auch über diese Suchfunktion Ihr Los finden können.
Sie können durch geschickte Wortwahl aber auch Interessenten
anziehen.
So können Wörter wie wertvoll, selten, Fundgrube, Nachlass,
Dachbodenfund, Schnäppchen usw. hilfreich sein. Es muss ja nicht
gleich in Marktschreierei ausarten.
Der Text
Der Text sollte natürlich weitergehende Infos zu Ihrem Objekt bieten
und den potentiellen Käufer "verlocken" bei Ihrem Los
mitzusteigern.
Denken Sie aber daran, dass Sie nach den Verkauf vom
Käufer eine Bewertung bekommen. Sie sollten daher natürlich ehrlich sein
und auch auf evt. Mängel hinweisen. Wenn Sie z.B. längere Zeit
Gegenstände einliefern möchten, können Sie sich so auch eine zufriedene
Stammkundschaft aufbauen. Ehrlichkeit und guter Service zahlt sich auch
bei den Online-Auktionen mittel- bis langfristig immer aus.
Formatierung mit HTML
Der Text selbst kann häufig formatiert werden. Viele Auktionatoren
lassen dabei sog. HTML-Tags zu. Dadurch können Sie Ihren Text ziemlich
frei gestalten. HTML-Tags beginnen mit dem Zeichen < und enden mit dem
Zeichen >. <br> ist z.B. das HTML-Tag für Zeilenvorschub.
Die folgenden HTML-Tags sind die wichtigsten:
<br> : Zeilenvorschub
<b> ein Text in Fettdruck </b>
ergibt folgendes: ein Text in Fettdruck
<a href="http://sammler.com">Meine Homepage</a>
ergibt folgendes: Meine
Homepage also einen Link auf sammler.com
<img src="http://sammler.com/images/logo.jpg"> zeigt ein Bild an: |
Eine tolle, weiterführende Website zum Thema HTML von Stefan Münz: http://www.netzwelt.com/selfhtml/
Sie können z.B. auch einen Web-Editor wie z.B. Frontpage nutzen und
dann auf HTML-Sicht umschalten und die betreffenden Stellen mit der
Zwischenablage in die Verkaufstextmaske rüberziehen.
Soll ich ein Bild liefern?
Ein Bild Ihres Loses ist sehr empfehlenswert, da Bilder mehr als 1000
Worte sagen. Am schnellsten lassen sich Bilder mit einer Digitalkamera
erstellen.
Bei flachen Sammelobjekten wie Briefmarken, Ansichtskarten, Münzen,
Grafiken usw. bietet sich ein Scanner an.
Scanner liefern heute schon in den sehr billigen Preisklassen qualitativ
hochwertige Bilder, die meist viel besser sind als die von Digitalkameras.
Zur Nachbearbeitung brauchen Sie ein Grafikprogramm, das meist zum
Scanner- oder Digitalkamerakauf mitgeliefert wird.
Dort können Sie dann sehr gut die passende Größe des Bildes einrichten
und Mängel bei Schärfe, Helligkeit, Kontrast und Farbverteilung beheben.
Als Bildformat sollten Sie immer JPG wählen.
Bei den meisten Auktionatoren können Sie dieses Bild dann beim
Auktionator hoch laden und / oder einen Link angeben wo Sie das Bild (z.B.
auf der eigenen Homepage) abgelegt haben:
Beispiel für einen Bildlink: http://www.sammler.com/images2/bmaedchen01.jpg
Welchen Startpreis soll ich festlegen?
Niedrige Startpreise locken u.U. potentielle Käufer an wie die
Fliegen. Häufig wird dann ein Los das mit 1 EUR ausgerufen wurde, höher
"hochgejubelt" als wenn es realistisch für 100 EUR ausgerufen worden
wäre.
Bleiben diese Interessenten jedoch aus, schlägt evt. ein
"Schnäppchenjäger" ganz am Ende der Laufzeit zu und Sie gucken
in die Röhre und zahlen drauf.
Also überlegen Sie sich Ihre Ausruftaktik gut. Meist fährt man doch am
besten, wenn man als Minimalpreis den Preis angibt, den man auf alle
Fälle erzielen möchte. Etwas Luft nach oben sollte aber da sein. Das
reizt die potentiellen Käufer.
Der Ausrufpreis sollte aber keineswegs zu hoch angesetzt werden, wenn Sie
nämlich das Los nicht losbekommen, müssen sie meist eine Grundgebühr
ans Auktionshaus zahlen, die ums so höher ist je höher der Ausrufpreis
ist.
Also vorher auch die Gebühren genau studieren.
Optionen Los hervorzuheben
Viele Auktionshäuser bieten die Möglichkeit an, dass man sein Los
besonders hervorhebt (z.B. durch Fettschrift, Galeriesicht, Top-Angebot auf Startseite
usw.). Diese Zusatzoptionen kosten zusätzliche Gebühren, auch wenn das
Los nicht weggeht.
Daher lohnt sich so was nur bei größeren Losen, aber da kann es durchaus
mehr Geld einbringen.
Sehr lohnenswert bei teuren Losen aber oft sehr teuer ist das Einstellen
in den Topkategorien. Wenn man z.B. ein teures Los hat, das begehrt ist,
bietet sich eine Kombination aus Einstellen in eine Topkategorie,
Galerievorschau und Ausruf zu 1 EUR an. Das lockt meist viele
Interessenten an und jubelt das Los hoch. Allerdings ist das nichts für
schwache Nerven also Verkäufer die auf Nummer sicher gehen wollen.
Ihre Zahlungsbedingungen
Vorkasse wird heute allgemein von den Käufern akzeptiert. Das ist für
Sie der sicherste Weg an Ihr Geld zu kommen. Sie sollten das aber in Ihrer
Losbeschreibung mit angeben.
Es wird auch akzeptiert, dass der Käufer für das Porto aufkommt. Es ist
gut, wenn Sie gleich mit in der Losbeschreibung angeben, wie viel Porto
Sie haben wollen.
Bei den Auktionsgebühren dagegen sind die Käufer geteilter Meinung, ob
sie dafür auch aufkommen sollen. Im Zweifelsfall Kosten teilen lassen und
auch in der Losbeschreibung darauf hinweisen.
Versand der Lose
Nachdem die Bezahlung eingegangen ist, sollten Sie das Los möglichst
schnell zum Käufer senden und Ihn positiv bewerten und hoffen, dass er
auch sie positiv bewertet ( :-) ist meist der Fall) .
Wenn sie Stammkunden
aufbauen wollen, sind wie immer zufriedene Kunden der beste Weg dazu.
Wie gehe ich mit Käufern um, die sich mit der Zahlung Zeit lassen?
Mahnen Sie zuerst die Zahlung mindestens 1-2 mal per E-Mail an, bevor
Sie vorzeitig eine negative Bewertung vergeben, denn der Käufer kann sich
bei den meisten Auktionshäusern ob gerechtfertigt oder nicht mit einer
negativen Bewertung als Retourkutsche seinerseits wehren und schon haben
Sie das Makel einer negativen Bewertung.
Viele Käufer steigern außerdem
bei so vielen Losen mit, dass sie auch mal den Überblick verlieren und
eine Zahlung einfach nur vergessen.
Wird auf E-Mails nicht reagiert, kann manchmal ein Brief per Post
weiterhelfen. Es kann ja sein, dass der Computer des Käufers seinen Geist
aufgegeben hat oder der Käufer z.B. im Krankenhaus liegt und ein
Verwandter zwar die Post liest aber nicht die E-Mails.
Was mache ich mit den ganz hartnäckigen Fällen?
Ein guter Weg ist bei hartnäckigen Zahlungsverweigerern diese beim
Auktionator "anzuschwärzen". Fällt der nämlich zu oft negativ
auf, fliegt er raus und treibt sein Unheil dann wenigstens nur noch
anderswo.
Häufig haben Sie auch die Möglichkeit bestimmte "Kandidaten"
von ihren Auktionslosen auszuschließen. Bei den schwarzen Schafen sollten
Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. So machen diese nur einmal
bei Ihnen Ärger.
:-) Die schwarzen Schafe sind übrigens bei weitem nicht so weit
verbreitet, wie man vielleicht anfangs glauben mag.
Wie mache ich meine Lose zusätzlich publik? Wie betreibe ich ein
Marketing für meine Lose?
Wenn Sie eine eigene Homepage haben, wo Sie z.B. ihr Sammelgebiet
vorstellen, sollten Sie über einen Link auf Ihre Auktionen hinweisen.
Häufig haben größere Auktionshäuser auch "Cafes" oder
"Foren", wo Sie auf Ihre Lose hinweisen können.
Bereits bekannte Kunden können Sie per E-Mail auf Ihre Einlieferung
hinweisen.
:-) Aber nun viel Spaß und Erfolg beim prickelnden Vergnügen eigene
Lose zu versteigern...
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